DPP

DPP-Generator

Der DPP-Generator ist ein geführter Wizard: Du wählst ein Produkt, durchläufst Schritt für Schritt die Datenkategorien (Material, Verarbeitung, Reparierbarkeit, Recycling, Lieferanten), und am Ende steht ein vollständiger, druckfähiger Digitaler Produktpass — bereit zur Veröffentlichung über QR-Code.

Wann starte ich den Generator?

  • Bei jedem neuen Produkt, das mit DPP-Pflicht (oder DPP-Vorbereitung) ausgeliefert werden soll.
  • Wenn sich Produktdaten ändern — z. B. neuer Lieferant, neue Materialzusammensetzung. Du erstellst einen neuen DPP, der den alten ablöst.
  • Wenn du einen alten DPP überprüfen willst — der Generator zeigt dir Felder, die seit der letzten Erstellung obsolet wurden.

Schritt für Schritt durch den Wizard

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    Generator öffnen

    Im Dashboard unter „DPP → DPP-Generator". Du siehst eine Liste aller Produkte mit Status: kein DPP, im Entwurf, veröffentlicht.

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    Produkt wählen

    Wähle das Produkt, das du dokumentieren möchtest. Reguly lädt automatisch alle existierenden Stammdaten.

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    Schritt 1: Identifikation

    Hier prüfst du Produktname, GTIN, Hersteller und Modell. Reguly füllt die Felder aus den Stammdaten vor.

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    Schritt 2: Material & Komponenten

    Du listest die Hauptmaterialien des Produkts (z. B. Baumwolle 80 %, Polyester 20 %). Wenn du Komponenten separat erfasst hast (z. B. Stoff, Knöpfe, Reißverschluss), werden sie hier sichtbar — pro Komponente ist ein Material-Profil hinterlegt.

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    Schritt 3: Verarbeitung & Herkunft

    Wo wurde das Produkt produziert? Welche Lieferanten waren beteiligt? Reguly nutzt die Lieferanten aus dem Daten-Hub, du wählst sie nur aus.

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    Schritt 4: Reparierbarkeit & Lebensdauer

    Erwartete Lebensdauer, Reparaturfähigkeit (Skala 0–10), Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Service-Ansprechpartner. Wichtige Felder, weil sie laut ESPR künftig prominent gezeigt werden müssen.

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    Schritt 5: Recycling & Entsorgung

    Hinweise zur richtigen Entsorgung, Trennbarkeit der Materialien, Recyclingkreisläufe, an denen das Produkt teilnimmt.

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    Schritt 6: Compliance & Zertifikate

    Reguly zieht Zertifikate aus dem Compliance-Vault (z. B. OEKO-TEX, GOTS, EuCertPlast). Du wählst aus, welche im DPP gezeigt werden sollen.

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    Schritt 7: Vorschau & Veröffentlichen

    Du siehst den DPP exakt so, wie ihn ein Konsument beim Scan sehen würde. Über „Veröffentlichen" wird der Pass live geschaltet — und der QR-Code generiert.

Pflichtfelder pro Produktkategorie

Welche Felder Pflicht sind, hängt von der Produktkategorie ab. Reguly markiert Pflichtfelder mit einem roten Stern. Hier ein Überblick für die wichtigsten Kategorien:

FeldBeschreibung
Textilien*Faserzusammensetzung, Herkunftsland, Pflegehinweise, Recycling-Hinweis.
Elektronik*Modell, Energieklasse, Ersatzteilverfügbarkeit, Reparatur-Anleitungen.
Möbel*Holzherkunft (FSC), Oberflächenbehandlung, Demontagefähigkeit.
Spielzeug*Altersfreigabe, Materialien, Sicherheitsprüfungen, Schadstoffe.
Verpackungen (DPP-Pflicht ab 2030)Material, Recyclatanteil, Trennbarkeit, Lieferant.

* Pflichtfeld

Vorlagen

Wenn du viele Produkte derselben Kategorie hast, erstelle eine Vorlage: Reguly speichert deine Auswahl an Pflicht- und Optional-Feldern. Beim nächsten Produkt nutzt du die Vorlage und füllst nur noch Produkt-spezifische Werte ein.

Vorlagen sparen 70 % der Zeit

Reguly-Kunden, die mit Vorlagen arbeiten, brauchen für den zweiten und jeden weiteren DPP einer Produktreihe nur noch ein Drittel der Zeit gegenüber dem ersten.

FAQ

Welche Produktkategorien sind heute schon DPP-pflichtig?
Aktuell (Stand 2026) keine — die ESPR-Delegated Acts sind noch in Vorbereitung. Pioniere starten freiwillig mit Textilien, Elektronik und Möbeln, weil dort die Pflicht zuerst greifen wird (voraussichtlich 2027).
Was passiert, wenn sich ESPR-Felder ändern?
Reguly aktualisiert das Datenmodell automatisch. In bestehenden Pässen werden neue Pflichtfelder als „leer" markiert — du füllst sie nach und veröffentlichst eine neue Version.
Kann ich einen DPP wieder unveröffentlichen?
Ja, über den Reiter „Produktpässe → DPP öffnen → Aktion: Pass deaktivieren". Der QR-Code zeigt dann eine Wartungsseite. Beachte: Bereits gedruckte QR-Codes lassen sich nachträglich nicht mehr ändern — der Inhalt aber jederzeit.
Sind die Daten öffentlich oder geschützt?
Pflichtdaten sind in der Regel öffentlich — sonst hätte der Pass keinen Sinn. Optional-Daten kannst du auf „intern" setzen, dann sind sie nur sichtbar, wenn ein Auditor sich mit Login authentifiziert.

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