Recyclingfähigkeit: Verpackungen für den Kreislauf gestalten

Recyclingfähigkeit ist das Herzstück der PPWR: Ab 2030 dürfen grundsätzlich nur noch Verpackungen in den EU-Markt, die recyclingfähig gestaltet sind — ab 2035 kommt es zusätzlich darauf an, dass sie im großen Maßstab tatsächlich recycelt werden.
Was „recyclingfähig" wirklich heißt
Recyclingfähigkeit ist keine Ja/Nein-Eigenschaft, sondern wird über Leistungsklassen (Grade A–C) bewertet. Entscheidend sind Materialwahl, Trennbarkeit der Komponenten, Störstoffe (etwa bestimmte Klebstoffe, Etiketten oder Farben) und die Frage, ob für das Material eine etablierte Sammel- und Sortierinfrastruktur existiert.
Design for Recycling — die Stellhebel
- Monomaterialien statt schwer trennbarer Materialverbunde einsetzen
- Etiketten, Sleeves und Klebstoffe recyclinggerecht wählen
- Problematische Farben und Beschichtungen vermeiden
- Komponenten leicht trennbar gestalten (z. B. Deckel und Körper)
- Materialangaben und Rezyklatanteile sauber dokumentieren
Recyclingfähigkeit ist auch ein Datenthema
Ob eine Verpackung recyclingfähig ist, ergibt sich aus ihren Materialdaten. Wer Zusammensetzung, Gewichte und Komponenten strukturiert erfasst, kann die Einstufung nachvollziehen, dokumentieren und gegenüber Behörden belegen.
Persönliche Beratung
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